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Mein wunderbares West-Berlin
(My Wonderful West Berlin)
Deutschland   2017    98 min      

__—Eva Billisich —__
 
Standort  Queer Cinema
  
Genre  Dokumentation   queer
Stichwort  Subkultur   Berlin   Großstadt   zeithistorisch
Sprachen  Deutsch   
Untertitel  Deutsch   Englisch   
  
Regie Jochen Hick  
Drehbuch Jochen Hick  
Hauptrolle Judy Winter   Ades Zabel   Rolf Eden   Romy Haag   Mabel Ascheneller   Wolfgang Cihlarz   Egmont Fassbinder   Peter Hedenström   Manuela Kay   Patsy L'Amour LaLove  
Kamera Jochen Hick   Alexander Gheorghiu  
Produzent Jochen Hick  
 

Berlin ist heute die queere Hauptstadt Europas und Fluchtpunkt für nicht-heterosexuelle Menschen aus aller Welt. Die Ursprünge dieser Freiheit liegen ausgerechnet in der ehemaligen Mauerstadt West-Berlin. Fast alles, was wir heute als queere Berliner Institutionen kennen – vom Schwulen Museum über die Siegessäule, das SchwuZ und den Teddy Award bis hin zu den Aids-Hilfen – wurde bereits in West-Berlin auf den Weg gebracht. Die Dokumentation unternimmt eine faszinierende schwule Zeitreise: in die 50er und 60er, in denen die West-Berliner zwar noch massiv unter den Einschränkungen und Verfolgungen durch §175 zu leiden hatten, sich aber dennoch bereits eine lebendige Subkultur mit Szene-Bars und Klubs aufbauen konnten; in die 70er, jene Zeit der bahnbrechenden Emanzipationsbewegungen und gesellschaftlichen Umbrüche; und in die 80er, die geprägt waren von einer Ausdifferenzierung queerer Lebensentwürfe, aber auch den verheerenden Folgen von Aids, die Berlin so heftig trafen wie keine andere deutsche Stadt. Der Film lässt prominente und weniger prominente Protagonisten zu Wort kommen: Aktivisten und Lebenskünstler, Travestie-Stars und Museumsgründer, Filmregisseure und Clubbetreiber, Modemacher und DJs. Sie erzählen von persönlichen und gesellschaftlichen Kämpfen, erinnern sich an heimliche Blicke und rauschhaften Sex, legendäre Partys und wütende Demonstrationen, leidenschaftliche Streits und ungeahnte Bündnisse. Zusammen mit zum Teil noch nie gesehenem Archivmaterial entsteht so ein faszinierendes Panorama des schwulen West-Berlins – und von dessen gesellschaftlichen Folgen für heute.

"Ein berührender und wichtiger Film, der nicht nur lehrreich, sondern auch lustig ist." (Frankfurter Rundschau)